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Chronischen Schmerzen aktiv begegnen

Trotz einer chronischen Erkrankung aktiv bleiben, das Leben genießen und nach den eigenen Wünschen gestalten – geht das überhaupt? Eine hohe Lebensqualität wünscht sich jeder – doch ist sie auch für Patienten erreichbar, die an chronischen Rückenschmerzen oder Fibromyalgie leiden? Was tun, wenn die Schmerzen den Tagesablauf bestimmen? Wir, das Team der rehaMED im Unioncarré, möchten Ihnen einige Strategien vermitteln, mit denen Sie Ihre Schmerzen in die Schranken weisen und wieder mehr Lebensfreude gewinnen können.

 

Den Schmerz akzeptieren?

„Wenn diese fürchterlichen Rückenschmerzen endlich nachlassen, kann ich auch wieder mehr unternehmen!” Dieser Satz ist verständlich, aber nicht hilfreich. Denn während Sie auf Besserung warten, entgeht Ihnen vieles: Kontakte zu Freunden und Familie, gemeinsame Unternehmungen und sportliche Betätigung, die Ihrer Wirbelsäule, Ihren Muskeln und Gelenken gut tut. Überlegen Sie: Viele Dinge, die Ihnen Freude machen, können Sie weiterhin ausüben – manchmal sind nur kleine Änderungen nötig. Unternehmen Sie etwas mit guten Freunden. Finden Sie heraus, welche Bewegung Ihnen gut tut. Lassen Sie den Schmerz nicht Ihr Leben beherrschen!

 

Wissen, womit Sie es zu tun haben

Viele Menschen, die an chronischen Rückenschmerzen oder dem Fibromyalgiesyndrom leiden, berichten über Ängste: „Was, wenn die Krankheit unaufhaltsam fortschreitet? Wenn ich mich eines Tages gar nicht mehr bewegen kann?“. Ein Teufelskreis aus Schmerz und Angst hat sich entwickelt: Die Schmerzen verschlimmern die Ängste, diese wiederum führen zu immer stärkerer Konzentration auf die Schmerzen und zunehmenden Verspannungen der Muskulatur. Was hilft? Informieren Sie sich zunächst gründlich über Ihre Erkrankung! Wir stehen Ihnen gerne zur Seite, beantworten Ihre Fragen und versorgen Sie mit Informationsmaterial, zum Beispiel zu chronischen Rückenschmerzen oder Fibromyalgie. In unseren Patientenseminaren haben Sie die Gelegenheit, Neues zu erfahren, Selbsthilfetechniken zu erlernen und Gleichgesinnte zu treffen. Wenn Sie über Ihre Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten besser Bescheid wissen, nimmt Ihnen das wahrscheinlich schon einige Ihrer Ängste. Sie können dann aktiver und optimistischer Ihr Leben gestalten!

 

Herausfinden, was Ihnen gut tut

Wann geht es Ihnen so richtig gut? Beim Stadtbummel mit der Freundin, beim Lesen eines spannenden Romans, beim Toben mit den Enkelkindern? Erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie sich rundum wohlgefühlt haben. Vermutlich werden Sie feststellen, dass Sie zu diesem Zeitpunkt keine Schmerzen empfunden haben. Ihr Gehirn war zu sehr mit der positiven Aktivität beschäftigt, um sich auf den Schmerz zu konzentrieren! Diesen Trick sollten Sie sich so oft es geht zu Nutze machen. Denn je länger die Phasen werden, in denen wir uns nicht auf die Schmerzen konzentrieren, desto schneller gelingt es, unser „Schmerzgedächtnis” zu überschreiben und Platz für neue, positive Gedanken und Gefühle zu schaffen.